Balkonkraftwerk - Was ist erlaubt?

Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt? Ein Überblick

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Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt? Diese Frage stellen sich viele, die mit einer Mini-Solaranlage ihren eigenen Strom erzeugen möchten. Hier erfährst du alles Wichtige rund um gesetzliche Vorgaben und technische Grenzen. Wir zeigen dir, was bei einem Balkonkraftwerk erlaubt ist, worauf du beim Kauf und der Installation achten solltest und wie du vom System profitierst.

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Was bei einem Balkonkraftwerk erlaubt ist: Wichtiges in Kürze

Welche Vorgaben gelten in Deutschland und wie betreibst du deine Mini-Solaranlage sicher und optimal? Hier ein kurzer Überblick:

  • Balkonkraftwerke dürfen in Deutschland mit bis zu 800 Watt ins Hausnetz eingespeist werden. Die Begrenzung dient der Sicherheit, dem Netzschutz und erleichtert die Anmeldung.

  • Positioniere das System für maximale Effizienz so, dass Schattenwurf vermieden wird. Geeignete Stromkreise sollten nicht getrennt werden.

  • Zur Bewahrung der Sicherheit sollte die Anlage fachgerecht installiert und regelmäßig gewartet werden.

Was in Bezug auf die Größe eines Balkonkraftwerks erlaubt ist

Wenn von der Größe eines Balkonkraftwerks die Rede ist, bezieht man sich auf die sogenannte Einspeiseleistung in Watt. Sie zeigt an, wie viel Strom dein Balkonkraftwerk maximal ins Hausnetz einspeisen darf. 

Du entscheidest, ob du dein Balkonkraftwerk mit einem oder mehreren Solarmodulen betreibst. Entscheidend ist lediglich die maximale Leistung, die dein Balkonkraftwerk produziert und vom Wechselrichter ins Stromnetz eingespeist wird. Das heißt: Selbst wenn du vier Solarmodule betreibst, die zusammen 2000 Watt erzeugen, aber nur 800 Watt eingespeist werden, ist das völlig in Ordnung

Ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt ist also erlaubt, sofern die Einspeiseleistung des Wechselrichters lediglich 800W beträgt. Eine höhere Einspeiseleistung ist derzeit nicht erlaubt. Die Leistung der Solarmodule kann jedoch bis zu 2000 Watt betragen, solange die 800 Watt Einspeisegrenze eingehalten wird. Die Anzahl der Module ist also nicht der limitierende Faktor – es geht allein um die Leistung.

Warum macht es dennoch Sinn, ein Balkonkraftwerk mit mehr als 800W Modulleistung zu betreiben?


Auch wenn die Einspeiseleistung eines Balkonkraftwerks in Deutschland gesetzlich auf 800 Watt begrenzt ist, lohnt es sich, Module mit einer höheren Gesamtleistung zu installieren. Grund dafür ist die Art und Weise, wie der Wechselrichter arbeitet: Er regelt die Einspeiseleistung zuverlässig auf maximal 800 Watt herunter.  

Verfügst du über eine Modulleistung von bis zu 2000 Watt, erreichst du die 800-Watt-Grenze deutlich häufiger. Gerade bei bewölktem Himmel, im Winter oder bei ungünstigen Einstrahlungswinkeln liefern Solarmodule weniger Energie. Eine höhere Modulleistung gleicht diese Schwankungen aus und sorgt dafür, dass der Wechselrichter auch unter nicht perfekten Bedingungen die volle erlaubte Einspeiseleistung ausschöpfen kann.  

Damit steigerst du die Effizienz deines Balkonkraftwerks und kannst mehr Sonnenstrom selbst nutzen ohne dabei die gesetzlichen Grenzen zu überschreiten.

Was ist bei der Leistung eines Balkonkraftwerks erlaubt?

Früher lag die Einspeisegrenze bei 600 Watt, doch inzwischen ist ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt erlaubt, um die Nutzung von Solarstrom flexibler und attraktiver zu machen. Die 800 Watt beziehen sich auf die Leistung, die dein Wechselrichter ins Hausnetz einspeist. Du hast demnach auch die Möglichkeit, Module mit einer größeren Gesamtleistung zu installieren, solange der Wechselrichter die Einspeisung auf 800 Watt reguliert.

Ein Balkonkraftwerk mit 1000 Watt ist also erlaubt, wenn es nicht die in Deutschland festgelegte Leistungsgrenze der Einspeiseleistung überschreitet. Anlagen mit höherer Einspeiseleistung gelten als reguläre Photovoltaikanlagen und unterliegen strengeren Vorschriften. Für einen rechtssicheren Betrieb muss die Einspeiseleistung also auf maximal 800 Watt begrenzt bleiben. 

Solarmodulleistung (Watt)

Maximale Einspeiseleistung (Watt)

Erlaubt als Balkonkraftwerk?

Besondere Hinweise

bis 2000

800

Ja

Nur erlaubt, wenn Einspeisung maximal 800 Watt beträgt. Überschreitet es die Einspeisegrenze ist es eine PV-Anlage.

1000

800

Ja

Nur erlaubt, wenn Einspeisung maximal 800 Watt beträgt. Überschreitet es die Einspeisegrenze ist es eine PV-Anlage. 

1600

800

Ja

Nur erlaubt, wenn Einspeisung maximal 800 Watt beträgt. Überschreitet es die Einspeisegrenze ist es eine PV-Anlage.

4000

egal

Nein

überschreitet 2000 Watt Modulleistung, gilt also offiziell als kleine PV-Anlage 


4 Module á 500

Max. 800

Ja

Gesamtleistung 2000 W, Einspeisung begrenzt 


Warum gibt es Beschränkungen, was bei der Größe eines Balkonkraftwerks erlaubt ist?

Damit Balkonkraftwerke sicher betrieben werden können, gibt es klare gesetzliche Vorgaben zur maximalen Einspeiseleistung. Es gibt verschiedene Gründe für die Begrenzung von Balkonkraftwerken:

  • Technische Sicherheit: Zu viel Strom im Hausnetz könnte deinen Stromkreis überlasten und schnell zu Kurzschlüssen führen. Der Wechselrichter sorgt dafür, dass die Einspeiseleistung im sicheren Bereich bleibt.

  • Schutz des Stromnetzes: Das öffentliche Stromnetz muss stabil bleiben. Zu viele unkontrollierte Einspeisungen könnten das Netz aus dem Gleichgewicht bringen und überlasten.

  • Einfachere Anmeldung: Balkonkraftwerke bis 800 Watt Einspeiseleistung des Wechselrichters, Speichers lassen sich unkompliziert und schnell anmelden. Größere PV-Anlagen erfordern aufwendigere Genehmigungen und weitere technische Prüfungen.

Ob eine Anlage als Balkonkraftwerk betrieben werden darf, hängt also von der Einspeiseleistung des Wechselrichters ab. Diese darf max. 800 Watt betragen. Solarmodule können, wie oben bereits dargestellt, jedoch über mehr Leistung verfügen.

Was für eine optimale Nutzung von Balkonkraftwerken erlaubt ist

Du möchtest dein Balkonkraftwerk ideal nutzen und das Maximum herausholen? Dann solltest du die folgenden Tipps beachten:

  • Positionierung der Module: Richte für eine hohe Stromausbeute deine Module richtig aus. Ideal ist die Platzierung nach Süden. Eine Ost- oder Westrichtung ist ebenfalls sinnvoll, da die Morgen- und die Nachmittagssonne optimal genutzt werden.

  • Ost-West-Ausrichtung: Besitzt du mehrere Solarmodule, kannst du eins nach Osten und eins nach Westen ausrichten. So produzierst du über den Tag verteilt Strom.

  • Schatten vermeiden: Achte darauf, dass keine Bäume, Wände oder Balkongeländer Schatten auf die Module werfen. Schon kleine Schatten mindern den Ertrag.

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Was beim Betreiben mehrerer Balkonkraftwerke konkret erlaubt ist

Du darfst mehrere Balkonkraftwerke betreiben, solange die Einspeiseleistung die verbindlichen 800 Watt nicht übersteigt. Mit Balkonkraftwerk-Komplettsets erhältst du alle Komponenten, die perfekt aufeinander abgestimmt sind, was Installation und Betrieb deutlich erleichtert.

Beachte jedoch, an welche Stromkreise diese Balkonkraftwerke angeschlossen sind. Schließt du mehrere Balkonkraftwerke an denselben Stromkreis an, könnte er überlastet werden. Teile die Anlagen auf verschiedene Stromkreise auf. Tipp: Lass einen Elektriker prüfen, welche Steckdosen zu welchen Stromkreisen gehören.

Sicherheitsaspekte: Was ist bei Balkonkraftwerken erlaubt?

Obwohl Balkonkraftwerke sicher sind, gibt es einige Punkte, die es zu beachten gilt. Minimiere so mögliche Risiken und betreibe deine Anlage langfristig zuverlässig: 

Fachgerechte Installation

Lass deine Anlage von einem Elektriker überprüfen – vor allem, wenn du mehrere Module nutzt. Bei einer ordnungsgemäßen Installation werden Fehler bei der Verkabelung verhindert, die Kurzschlüsse oder Überlastungen begünstigen könnten. Ein Fachmann prüft zudem, ob die Einspeisesteckdosen den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Stromkreise trennen

Schließe jeweils nur ein Balkonkraftwerk an denselben Stromkreis an. Sind zu viele Geräte an einem einzigen Stromkreis angeschlossen, droht eine Überlastung und es können Schäden an der Elektrik entstehen. Indem du die Balkonkraftwerke auf unterschiedliche Stromkreise verteilst, minimierst du das Risiko.

Regelmäßige Wartung

Überprüfe Kabel und Stecker, da Witterungseinflüsse die Verbindung beeinträchtigen können. Bei freiliegenden Kabeln kann es zu Materialermüdung oder Rissen in der Isolierung kommen. Kontrolliere das Balkonkraftwerk-Zubehör auf Beschädigungen und tausche defekte Komponenten aus. So erfüllst du alle technischen Anforderungen und bleibst im Rahmen dessen, was beim Balkonkraftwerk erlaubt ist. Auch hier gilt, wer billig kauft, kauft zweimal. Unsere Angeboten Komponenten, wie der Anker Solix Solarbank 3 Pro sind Komponenten von Marktführern, die extrem geringe Fehlerquoten haben und beständig bei Witterungseinflüssen sind.

Häufig gestellte Fragen zum Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt?

Balkonkraftwerk mit vier Modulen: Was ist erlaubt?

In Deutschland gibt es keine feste Begrenzung für die Anzahl der Module an einem Balkonkraftwerk. Entscheidend ist die Einspeiseleistung des Wechselrichters. Aktuell ist ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt Einspeiseleistung erlaubt. Seit Solarpaket 1 (Mai 2024) sind bis zu 2000 Watt Modulleistung zulässig, solange die Einspeisegrenze eingehalten wird.

Was ist bei der Installation eines Balkonkraftwerkes erlaubt?

Es ist erlaubt, ein Balkonkraftwerk mit bis zu 800 Watt Einspeiseleistung selbst anzuschließen. Bei Komplettsets sind in der Regel alle notwendigen Bauteile vorhanden. Werden mehrere Module an unterschiedlichen Stromkreisen betrieben, sollte ein Elektrofachbetrieb den Anschluss übernehmen, um Überlastung zu vermeiden.

Wie viel Watt sind bei einem Balkonkraftwerk erlaubt?

In Deutschland ist seit Mai 2024 ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt Modulleistung erlaubt, wenn der Wechselrichter maximal 800 Watt ins Hausnetz einspeist. Die Regelung ist im Solarpaket 1 festgelegt und schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Was ist bei einem Balkonkraftwerk erlaubt und was passiert, wenn es mehr als 800 Watt einspeist?

Überschreitet die Einspeiseleistung eines Balkonkraftwerks 800 Watt, gilt es nicht mehr als steckerfertige Solaranlage, sondern als reguläre PV-Anlage. Sie sind dann genehmigungs- und anmeldepflichtig. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder.

Warum ist ein Balkonkraftwerk mit 3000 Watt nicht erlaubt?

Ein Balkonkraftwerk mit 3000 Watt Modulleistung überschreitet die in Deutschland zulässige Obergrenze von 2000 Watt. Solche Anlagen müssen als PV-Anlage von einem Fachbetrieb installiert werden und unterliegen zusätzlichen Vorschriften, weshalb sie nicht als Balkonkraftwerk betrieben werden dürfen.